28.11.2011
Mitgliederehrung der CDU Bergedorf im Zollenspieker Fährhaus
56 Jahre Mitgliedschaft in der CDU Bergedorf: Wilhelm-Uwe Hansen aus dem Ortsverband Bergedorf ist der Rekordhalter unter den über 100 Mitgliedern, die am 28. November an einer adventlichen Feier im dafür festlich hergerichteten großen Saal des Zollenspieker Fährhauses teilnahmen. Die Ehrungen vieler der dort Anwesenden nahm der CDU Kreisvorsitzende Dennis Gladiator MdHB gemeinsam mit dem CDU Landesvorsitzenden Marcus Weinberg MdB vor. Dabei wurden jene Mitglieder, die der CDU zum Teil seit Jahrzehnten die Treue halten und damit die Partei sowohl in Hoch- als auch in Krisenzeiten unterstützt haben, jeweils mit einer Urkunde und einer Ehrennadel ausgezeichnet. Ehemalige Mandatsträger der CDU, die sich für die Partei in Senat, Bürgerschaft, Bezirksversammlung und zahlreichen Fachausschüssen gerade auch zum Wohle „ihres“ Bezirks engagierten, bekamen vom Kreisvorsitzenden einen Bergedorfer Taler überreicht. Darunter waren auch zahlreiche „Promis“, die die Politik in Bergedorf und Hamburg, aber auch die Partei selbst stark geprägt haben und teilweise immer noch prägen – hier seien nur die Namen Bernd Reinert, Elke Thomas, Dr. Klaus-Detlef Daur, Norbert Reichelt und Jürgen Stubbe genannt.
Dennis Gladiator betonte, dass ein solches Engagement alles andere als selbstverständlich sei; viele Mitglieder engagierten sich nämlich nicht für den eigenen Vorteil, sondern brächten ihre Zeit und ihre Fähigkeiten für andere, das Gemeinwesen ein. Der Erfolg habe „viele Väter und Mütter“, was sich insbesondere in schwierigen Zeiten zeige. Heute würden Menschen geehrt, die zur Partei durchaus auch in kritischer Solidarität ständen und aktuell – gemeinsam mit vielen anderen Christdemokraten – daran mitarbeiteten, die CDU Hamburg wieder neu aufzustellen und mehrheitsfähig zu machen: „Das geht nicht von heute auf Morgen: Wir müssen wieder lernen, offen zu diskutieren, konstruktiv um die besten Entscheidungen zu ringen“, so der für den Wahlkreis Bergedorf in der Hamburgischen Bürgerschaft vertretene CDU Kreisvorsitzende.
Der Bundestagsabgeordnete Marcus Weinberg, der die Veranstaltung schon etwas früher in Richtung Berlin verlassen musste, bezeichnetet in seinem Grußwort – seinen Parlamentskollegen und langjährigen CDU Landesvorsitzenden Dirk Fischer zitierend – die Mitglieder als „goldenen Schatz der Partei“. Daher sei er sehr gerne Gast dieser Mitgliederehrung – zumal auch im Kreisverband Bergedorf mit seinen unterschiedlichen städtischen und ländlichen Regionen eine interessante Vielfalt gegeben sei. Im Hinblick auf die „große Politik“ hob Weinberg hervor, dass die CDU immer dann Verantwortung getragen habe, wenn es um wichtige Weichenstellungen in Deutschland ging. Weil dieses auch für die gegenwärtige europäische Krise gelte, sei es so wichtig, dass die Regierung Merkel ihre Arbeit noch lange fortsetzen könne. Auch Hamburg habe sich während der politischen Ära Ole von Beusts positiv verändert. Nach der daher sehr schmerzlichen Wahlniederlage vom 25. Februar habe man sich gut aufgestellt und ringe sehr konstruktiv um (neue) Inhalte. Dieses komme vor allem in den aktuell zu formulierenden Leitlinien und der Arbeit einer „Zukunftskommission“ der CDU Hamburg zum Ausdruck. Gerade hier seien wieder die Stimmen aller Mitglieder gefragt.
Die gut besuchte Veranstaltung und der Rückblick auf die vielen Jahre des Engagements zahlreicher Mitglieder verdeutlichen einmal mehr, dass diese in der Tat das viel zitierte „Rückgrat der Partei“ darstellen. Dabei traten Menschen wie Helmut Freudig (39 Jahre Mitgliedschaft; Ortsverband Lohbrügge), Hermann Dose (44 Jahre Mitgliedschaft; Ortsverband Vier- und Marschlande) oder „Siggi“ Voß (37 Jahre Mitgliedschaft; Ortsverband Allermöhe/Nettelnburg) in einer Zeit der CDU bei, als es noch bloßes Wunschdenken war, in Hamburg einmal Regierungsverantwortung – gar ausgestattet mit einer absoluten Mehrheit – zu erlangen. Insoweit stellte die Ehrung langjähriger Mitglieder und verdienter ausgeschiedener Mandatsträger im Zollenspieker Fährhaus mehr als eine nostalgische Rückschau dar. Sie dürfte auch Motivation für gegenwärtiges Engagement in der CDU zum Wohle Bergedorfs und Hamburgs gewesen sein.

